Ferienwohnung
6 Wohnungen
90–320 €
pro Wohnung
pro Nacht
24 Personen
Berlin
150 km
Seehausen
19 km
Räbel
5 km
auf dem Land
Dorf
ruhige Lage
am Fluss
Im Norden der Altmark, eingebettet in die weite Landschaft der Elbauen, liegt Werben - die kleinste Hansestadt Deutschlands. Hinter dem Deich öffnen sich Auen und Felder, im Stadtkern verdichten sich Geschichte, Alltag und Nachbarschaft auf kurzen Wegen. Direkt neben der Johanniskirche befindet sich die Komturei Werben, ein ehemaliges Johannitergut, das über Jahrhunderte hinweg Ort von Verwaltung, Gemeinschaft und Landwirtschaft war. Die Berliner Architekten Aimée Michelfelder und Jurek Brüggen entdeckten das Bauwerk bei einer Fahrradtour entlang des Elbradwegs. Gemeinsam mit einem Team Gleichgesinnter entwickelten sie ein ökologisch und sozial nachhaltiges Konzept, das das historisch bedeutende Hofgelände im Dialog mit Geschichte, Material und Landschaft behutsam wiederbelebt. Das "Verwalterinnenhaus" bildet das Zentrum der Anlage. Errichtet im Jahr 1890 auf älteren Fundamenten, diente der Bau lange als Verwaltungssitz, später als Teil der landwirtschaftlichen Nutzung. Heute beherbergt er sechs individuell geschnittene Gästewohnungen und ist Teil des Komturei-Modellprojekts für gemeinschaftliches Wohnen, Arbeiten und Gastlichkeit. Die Sanierung folgt einem klaren Prinzip: bewahren, was trägt, ergänzen, was notwendig ist. Historische Substanz bleibt spürbar, neue Eingriffe treten zeitgenössisch und zurückhaltend hinzu. Ruhige Raumfolgen, hohe Fenster sowie bewusst gesetzte Durch- und Ausblicke bestimmen das Innere, das mit natürlichen Materialien, Licht und einem feinen Raumgefühl neu aufgebaut wurde. Lehm- und Kalkputze, Hanfkalk, Holzfaserdämmung sowie Schilfrohrdecken und zementfreier Kalkestrich prägen die Oberflächen. Historische Fenster, Ziegel und Balken wurden aufgearbeitet und weiterverwendet. Die sechs Wohnungen zwischen 51 und 103 m² verteilen sich auf Gartengeschoss, Hochparterre und Dachgeschoss - zwei mit direktem Zugang zum Hof, alle mit Terrasse oder neuem Balkon und Blick ins Grüne. Morgens fällt das Licht durch die hohen Fenster, abends liegt es warm auf Böden und Wänden. Die Einrichtung ist schlicht und zurückhaltend. Aufgearbeitete Holzmöbel aus der Region treffen auf eigens entworfene Betten, Tische und Regale, formklare Leuchten und eine bewusste Reduktion auf das Wesentliche. Analoge Fotografien der in der Altmark lebenden Fotografin Anne Schwalbe begleiten die Räume und greifen die Landschaft der Umgebung auf. Architektur, Material und Licht bestimmen die Stimmung - ruhig, klar und unaufgeregt. Der Anspruch, ressourcenschonend und zukunftsfähig zu bauen, zeigt sich bis ins Detail. Regenwasserzisterne, Wärmepumpe, flächige Niedertemperaturheizungen und vollständig regenerativer Strom sind Teil des Konzepts. Im historischen Gewölbekeller - dessen Mauern älter sind als das Gebäude selbst - befinden sich Sauna, Dusch - und Ruhebereich; der Raum wird auch für Yoga genutzt, Matten liegen bereit. Vom Hof aus öffnet sich der Blick über den Garten und die angrenzenden Wiesen mit Obstbäumen. Ruhige Sitzplätze laden zum Verweilen unter freiem Himmel ein, die standortgerechte Bepflanzung fördert Biodiversität - Bienen und Schmetterlinge gehören von Beginn an zum Hofleben. Das "Verwalterinnenhaus" ist ein Ort mit Haltung: klar in der Form, offen in der Nutzung, sorgfältig im Detail - ein Haus, das aus seinem Kontext herausgewachsen ist und Gäste auf ruhige Weise teilhaben lässt.
Willkommensgruß: Zur Begrüßung liegen Postkarten zur persönlichen Verwendung und ein Saft bereit.
Garten
Terrasse
Sauna
Kamin
Hunde erlaubt
Design
Minimalistisch
Modern
Alt & Neu
Fahrrad
Wandern
Nordic Walking
Kanu / Paddeln
Schwimmen
Deutsch
Englisch
Französisch
Ukrainisch
Werben liegt mitten in einer der stillsten Kulturlandschaften Deutschlands. Hinter dem Deich beginnt das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - ein weiter Naturraum aus Auen, Wiesen und alten Kopfweiden, geprägt von Licht, Wind und Jahreszeiten. Spaziergänge führen direkt vom Ort in die Landschaft, an den Elbstrand oder entlang des Deichs. Rehe, Störche, Kraniche, Fischadler und Biber gehören hier zum alltäglichen Bild. Die Anreise mit der historischen Gierseilfähre über die Elbe ist für viele bereits Teil des Ankommens. Sie verbindet Werben mit dem gegenüberliegenden Ufer und entschleunigt den Übergang vom Alltag in den Aufenthalt. Direkt durch den Ort verläuft der Elberadweg, der zu ruhigen Touren durch Alleen, Felder und kleine Dörfer einlädt. Fahrräder stehen im Verwalterinnenhaus zur Verfügung. Im Ort selbst prägen Fachwerkhäuser, Kopfsteinpflaster und kurze Wege das Bild. Das Café Lämpel ist Treffpunkt für guten Kaffee, Frühstück und hausgemachten Kuchen. In der Salzkirche finden regelmäßig Ausstellungen, Konzerte und Lesungen statt. Wer regionale Produkte schätzt, kann frisches Gemüse und Obst aus biologischem Anbau von Grünland aus Salzwedel vorbestellen oder im kleinen Hausladen des Verwalterinnenhauses ausgewählte Lebensmittel finden. Die Elbe lässt sich auch vom Wasser aus erkunden: Kanutouren mit Elbe-Kanu führen durch ruhige Flussabschnitte, besonders stimmungsvoll am frühen Morgen oder zum Sonnenuntergang. Abends liegt oft ein warmes Licht über dem Deich, im Sommer lädt der Fluss zum Baden ein, im Herbst ziehen Nebel über die Wiesen. Wer Ausflüge plant, erreicht Havelberg mit Dom und Altstadt in kurzer Zeit, ebenso Seehausen oder kleinere Orte der Altmark. Viele Gäste bleiben jedoch bewusst nah: lesen im Garten, beobachten das Licht, hören die Kirchenglocken zur vollen Stunde und lassen den Tag langsam ausklingen. Die Region bietet keine Inszenierung – sondern Raum, sich in eigenem Tempo zu bewegen.